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Bertelsmann verkauft Musikverlag

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Artikelstatus: Fertig 23:25, 6. Sep. 2006 (CEST)
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Gütersloh (Deutschland), 06.09.2006 – Bertelsmann wird seinen Musikverlag BMG Music Publishing für 1,63 Milliarden Euro an Vivendi verkaufen.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres sah sich Bertelsmann gezwungen, einen von der Groupe Bruxelles Lambert (GBL) gehaltenen 25,1-Prozent-Kapitalanteil zurückzukaufen, um zu verhindern, dass dieses Paket an die Börse geht. „Bertelsmann“ zahlte dafür 4,5 Milliarden Euro an GBL. Damit halten seit dem 1. Juli 2006 die Bertelsmann Stiftung (76,9 %) und die Familie Mohn (u. a. Reinhard Mohn) (23,1 Prozent)) gemeinsam wieder 100 Prozent von Bertelsmann.

Um diesen Rückkauf, zumindest teilweise, zu finanzieren, entschloss sich Bertelsmann seinen Musikverlag BMG Music Publishing zu verkaufen. Der Verkaufsprozess wurde Mitte Juni mit der Aussendung von Prospekten und Geschäftsunterlagen an Interessenten gestartet. Durch eine Versteigerung des Unternehmens sollte der Verkaufserlös deutlich über einer Milliarde Euro liegen.

BMG Music Publishing hat unter anderem Verträge mit Robbie Williams und Coldplay und besitzt die Rechte an über einer Million Musiktiteln. Nach eigenen Angaben erzielte das Unternehmen im vergangen Jahr einen Umsatz von 371 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 81 Millionen Euro.

Mit 1,63 Milliarden Euro war das Angebot des französischen Medienkonzerns Vivendi das Höchste, und heute wurde bekanntgegeben, dass die Transaktion von den Aufsichtsgremien von Bertelsmann und Vivendi bereits genehmigt wurde. Wenn der Kaufpreis wie erwartet noch dieses Jahr überwiesen wird, rechnet Bertelsmann damit, dass der Konzerngewinn dadurch um etwa eine Milliarde Euro höher ausfallen wird.

Durch diesen Zukauf wird die zu Vivendi gehörende Universal Music Group – gemeinsam mit dem Musikverlag Universal Music Publishing – zum weltgrößten Musikverleger.

Quellen