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Hauptkamera des Weltraumteleskops „Hubble“ fällt erneut aus

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Artikelstatus: Fertig 13:21, 31. Jan. 2007 (CET)
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Weltraumteleskop „Hubble“, aufgenommen von der STS-82-Mission

Greenbelt (Vereinigte Staaten), 31.01.2007 – Wie vom Goddard Space Flight Center (GSFC) mitgeteilt wurde, sind beim Weltraumteleskop „Hubble“ zum dritten Mal innerhalb weniger Monate technische Probleme aufgetreten. Die Stromversorgung von zwei Hauptkanälen der wichtigsten Kamera ist nach einem Kurzschluss unterbrochen. Der zuständige Manager bei der NASA, Preston Burch, sprach davon, dass dieser Zwischenfall angesichts der Beliebtheit „Hubbles“ bei den Astronomen natürlich eine Enttäuschung sei, „Hubble“ aber noch zahlreiche weitere wissenschaftliche Fähigkeiten zu bieten habe.

Das Weltraumteleskop, benannt nach dem US-Astronomen Edwin Hubble, wurde gemeinsam von der US-Raumfahrtbehörde NASA und der europäischen ESA entwickelt. Hubble ist 13 Meter lang und mehr als elf Tonnen schwer. Der Hauptspiegel hat einen Durchmesser von 2,4 Metern. Solarzellen versorgen das Teleskop mit der für den Betrieb erforderlichen Energie. „Hubble“ wurde am 24. April 1990 von der Raumfähre Discovery ins All transportiert. Auf seiner Umlaufbahn in 600 Kilometern Höhe benötigt es 96 Minuten für eine Erdumkreisung. Zunächst lieferte es nur unscharfe Bilder und musste repariert werden. Die jetzt ausgefallene „Advanced Camera for Surveys“ (ACS) wurde 2002 von der Besatzung einer US-Raumfähre eingebaut. „Hubble“ lieferte bisher mehr als 750.000 Bilder. Spektakuläre Aufnahmen von fernen Galaxien, sterbenden Sonnen und schwarzen Löchern verhalfen den Astronomen neue Erkenntnisse über die Entstehung und den Aufbau des Universums.

Schon seit längerer Zeit gibt es Pläne für einen „Reparaturflug“ zu dem beliebtesten Weltraumobservatorium für Frühjahr oder Herbst 2008. Inwieweit sich der erneute Störfall auf diese Mission auswirken wird, soll bis Anfang März geklärt werden.

Quellen